Grabpyramide – Hedwig von Eberstein

Hedwig von Eberstein war die Tochter des königlich großbritannischen Kapitäns der Armee Franz Botho Freiherr von Eberstein († 1841), und seiner Ehefrau Marianne Wilhelmine Rosine Elisabeth Freifrau von Eberstein geborene Schneider (1792–1849), der Erbin des Ritterguts Schönefeld bei Leipzig. Als Kind wurde sie mit einem Streckbett gegen eine kleine Rückgratverkrümmung behandelt, die aber nicht beseitigt werden konnte.

Hedwig von Eberstein blieb unverheiratet. Ihre Leidenschaft war das Reisen. Von den aus allen Erdteilen mitgebrachten natur- und völkerkundlichen Gegenständen schenkte sie einige schon zu Lebzeiten Leipziger Museen. 1849 wurde sie Alleinerbin des Guts Schönefeld; ihre ältere Schwester Franziska Ulrike Marianne war bereits tot. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern setzte sie für die Bewirtschaftung des Guts keine Inspektoren ein, sondern ab 1851 Pächter. Außerdem ließ sie sich von fachkundigen Beratern unterstützen.

Im Zuge der Expansion Leipzigs in und nach der Gründerzeit verkaufte sie große Flächen des Guts Schönefeld an die Stadt Leipzig, auf denen die zunächst selbstständigen Gemeinden Neustadt und Neuschönefeld entstanden, die 1890 nach Leipzig eingemeindet wurden. Nach ihr beziehungsweise ihrer Mutter wurden die hier verlaufenden Straßen als Hedwigstraße und Mariannenstraße benannt.[2] Testamentarisch legte sie fest, dass das Gelände westlich der Lindenallee (heute Schönefelder Allee) nicht bebaut werden durfte, sodass hier 1913 der Volkspark Schönefeld entstehen konnte, der seit 1931 Mariannenpark heißt, also ebenfalls nach ihrer Mutter benannt.

1883 hatte Hedwig von Eberstein für ihre eigene Familie und diejenige ihrer Mutter durch den Leipziger Architekten Constantin Lipsius (1832–1894) südlich der Schönefelder Kirche eine Begräbnisstätte in Form einer Pyramide errichten lassen, die nach ihrer Beisetzung zugemauert wurde.

(Quelle Wikipedia)

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